Diagnose erhalten - und was mache ich jetzt?

1 | Krankheiten und Behandlungen verstehen

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Für viele Krankheiten gibt es verschiedene Behandlungsansätze. Der Arzt überlegt bei jedem Patienten, welche Möglichkeit am besten geeignet ist. Neben bewährten Behandlungen werden auch neue Ansätze erforscht. Außerdem werden Möglichkeiten gesucht, wenn bestehende Behandlungen an ihre Grenzen stoßen. Je nach Erkrankung gibt es verschiedene Wege: Aktuell für die Erkrankung empfohlene Behandlungen, an eine besondere Situation angepasste Versorgung oder neue Möglichkeiten, die noch in klinischen Studien untersucht werden. Welche Möglichkeit für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.

Eine Möglichkeit: Klinische Studien

In klinischen Studien wird untersucht, wie neue Behandlungen wirken, wie sicher sie sind und für welche Patientengruppen sie geeignet sein könnten.

Für manche Menschen können Studien eine zusätzliche Möglichkeit sein – besonders, wenn verfügbare Behandlungen keine Option mehr darstellen.

Schritt für Schritt vorgehen

Nach einer Diagnose kann es helfen, den Weg in überschaubare Schritte zu gliedern:

  • mit Ihren Ärzten sprechen
  • gemeinsam entscheiden, welche Behandlung geeignet ist
  • wenn Studienteilnahme in Frage kommt: Studienzentrum kontaktieren

Wenn sie mehr über klinische Studien erfahren möchten, finden sie auf dieser Seite Informationen zum Ablauf, den Teilnahmevoraussetzungen und rechtlichen und ethischen Grundlagen.

2 | Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es nach einer Krebs-Diagnose?

Die Diagnose „Krebs“ ist meistens ein einschneidendes Ereignis. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab – zum Beispiel von der Krebsart, dem Stadium der Erkrankung, möglichen Begleiterkrankungen und persönlichen Bedürfnissen und Wünschen.

Weitere Informationen, Unterstützung im Alltag und hilfreiche Anlaufstellen für Angehörige und Patienten mit Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs, Multiplem Myelom oder Myelofibrose finden Sie auf halt-bei-krebs.de.

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Was ist das Ziel der Behandlung?

Je nach Situation kann die Therapie darauf ausgerichtet sein, den Krebs vollständig zu entfernen, sein Wachstum zu kontrollieren, Beschwerden zu lindern oder die Lebensqualität zu erhalten.

Nicht alle Behandlungen haben dasselbe Ziel, und nicht jede Therapie ist für jede Person gleichermaßen geeignet.

Es kann sein, dass eine Studienteilnahme für Sie geeignet ist. In klinischen Studien werden Behandlungen untersucht, die für Ihre Erkrankung geeignet sein könnten. Je nach Studie kann es sein, dass nicht alle Teilnehmer diese Behandlung erhalten, sondern ein Scheinmedikament bekommen. Außerdem ist vor der Studie nicht klar, ob die neue Behandlung Ihre Erkrankung wirklich verbessern kann.

Wichtig: Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem von der Art der Krebserkrankung ab. Falls Sie mehr zu den genannten Behandlungen wissen möchten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Viele Informationen sind auch hier zu finden: https://www.krebsinformationsdienst.de/

3 | Atemwegserkrankungen: Asthma, COPD und mehr

Chronische Atemwegserkrankungen – wie Asthma, die chronisch‑obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder die Chronische Nasen- und Nebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitus) mit Nasenpolypen – haben nicht immer eine eindeutige Symptome und werden deshalb oft erst nach einiger Zeit festgestellt. Viele Menschen sind durch die Diagnose verunsichert und fragen sich, wie sie mit der Erkrankung umgehen können.

Die Behandlung erfolgt in enger Abstimmung mit dem behandelnden Ärzteteam und wird bei Bedarf angepasst. Viele Medikamente werden mit einem Inhalator verabreicht, bei nasalen Erkrankungen etwa auch mit Nasensprays. Ziel ist es, eine möglichst gute Kontrolle der Erkrankung zu erreichen und die Lebensqualität zu erhalten. Viele Menschen können mit einer geeigneten Therapie ihr gewohntes Leben weitgehend fortführen.

Die Behandlung chronischer Atemwegserkrankungen soll Beschwerden lindern, den Alltag erleichtern und die Lebensqualität zu erhalten. Je früher die Krankheit festgestellt und behandelt wird, desto besser kann man Symptome wie Atemnot, Husten oder eingeschränkte Belastbarkeit in den Griff bekommen.

Unterstützend können Wissen über die Erkrankung, medizinische Versorgung und ein bewusster Umgang mit Risiken helfen, den Krankheitsverlauf zu verbessern und plötzliche Verschlechterungen (Exazerbationen) zu verhindern.

Asthma

Wissenswertes rund um Asthma, hilfreiche Tipps für den Alltag und weiterführende Unterstützungsangebote finden Patienten und Angehörige auf dem Patientenportal unter asthma-check.de

COPD (Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung)

Orientierung zu COPD, zum Umgang mit der Erkrankung und zu unterstützenden Angeboten erhalten Patienten und Angehörige auf dem Patientenportal unter copd-werde-aktiv.de

4 | Seltene Erkrankungen

Oft dauert es lange, bis seltene Erkrankungen (Rare Diseases) festgestellt werden. Das liegt meist daran, dass Seltene Erkrankungen oft mehrere Bereiche des Körpers betreffen, die Beschwerden bei der gleichen Krankheit von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich sein können und nicht alle Ärzte Erfahrung damit haben. Viele Menschen sind erleichtert, wenn sie ihre Diagnose endlich kennen - und gleichzeitig verunsichert, was das für sie bedeutet.

Seltene Erkrankungen behandeln

Auch für seltene Erkrankungen gibt es immer mehr Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten.

Die genaue Behandlung hängt von der Erkrankung ab und wird für jeden Patienten angepasst.

Spezialisten ins Boot holen

Seltene Erkrankungen werden meistens von Ärzten behandelt, die sich darauf spezialisiert haben. Frühzeitig zu einem solchen Experten zu gehen, hilft,

  • die Diagnose abzusichern
  • den Krankheitsverlauf besser zu verstehen
  • passende Behandlungsmöglichkeiten auszusuchen.
Maßgeschneiderte Versorgung

Für die Versorgung Seltener Erkrankungen ist meist sehr spezielles Fachwissen nötig. Außerdem arbeiten oft Ärzte aus verschiedenen Bereichen zusammen, um die Behandlung zu planen.

Es gibt zwar nicht für jede Seltene Erkrankung eine genau festgelegte Behandlung, aber trotzdem gibt es oft Möglichkeiten, Beschwerden zu verringern, den Alltag zu erleichtern und die Lebensqualität zu verbessern.

Besonders bei Seltenen Erkrankungen, für die es noch keine oder nur wenig Behandlungsmöglichkeiten gibt, ist klinische Forschung wichtig. Denn so kann das Wissen über die Erkrankung vergrößert und neue Behandlungen untersucht werden.
Bei einer Studienteilnahme kann ein direkter Nutzen zwar nicht garantiert werden, jedoch leisten Sie einen wichtigen Beitrag um die Versorgung der Erkrankung in Zukunft zu verbessern.

Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)

Informationen zur Erkrankung und zu unterstützenden Angeboten finden Patient:innen und Angehörige im Patientenratgeber unter lebenmitegpa.de

Systemischer Lupus erythematodes (SLE) & Lupusnephritis

Informationen zur Erkrankung, zum Leben mit Lupus und zu unterstützenden Angeboten finden Patienten und Angehörige im Patientenratgeber unter lupuscheck.de

Gerade bei Seltenen Erkrankungen sind zuverlässige Informationen, medizinische Versorgung durch Experten, denen Sie vertrauen und Austausch mit anderen hilfreich, um besser mit der Krankheit umgehen zu können. Spezielle Patientenplattformen, Beratungsstellen und Selbsthilfeangebote bieten zusätzliche Unterstützung bei Seltenen Erkrankungen.

5 | Schutz vor Infektionskrankheiten: Wie funktionieren Impfstoffe?

Impfstoffe können dem Immunsystem dabei helfen, Krankheitserreger frühzeitig zu erkennen und gezielt abzuwehren. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Vorbeugung von Infektionskrankheiten und tragen dazu bei, sowohl einzelne Menschen als auch die Gesellschaft insgesamt zu schützen.


Ihnen wurde eine Impfung empfohlen? Oft kommen Fragen auf: Wie wirkt der Impfstoff? Für wen ist er sinnvoll? Und wie sicher ist er? Wichtig zu wissen ist, dass Impfungen zu den am besten erforschten medizinischen Maßnahmen zählen und in vielen Fällen schwere Krankheitsverläufe verhindern oder deutlich abschwächen können.

Auch alle neuen Impfstoffe müssen in klinischen Studien untersucht werden, ehe sie zur Anwendung zugelassen werden. Dabei stehen Sicherheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit im Mittelpunkt.

Zuverlässige Informationen und gute Beratung helfen dabei, die für Sie richtige Entscheidung zu treffen. Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie besprechen, welche Impfungen für Sie empfohlen werden und wann diese sinnvoll sind. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

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Neben der Entwicklung neuer Impfstoffe, werden vorhandene Impfungen z. B. gegen Grippe (Influenza), Gürtelrose (Herpes Zoster), Meningokokken-Infektionen sowie Respiratorische Synzytial-Viren (RSV) fortlaufend weiterentwickelt.

Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig über empfohlene Schutzimpfungen zu informieren und gemeinsam mit dem Arzt geeignete Impfungen auszuwählen.

Impfschutz für Risikogruppen

Für ältere Menschen, Säuglinge und Personen mit geschwächtem Immunsystem können Impfungen einen wichtigen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bieten.

Ihr persönlicher Impfplan

Welche Impfungen sinnvoll sind, hängt von Alter, Vorerkrankungen, persönlichem Risiko, Reiseplänen und Lebensumständen ab und wird gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten besprochen.

Erfahren Sie mehr zum Thema Impfen und Erkrankungen auf unseren Patienten-Informationsseiten.

Gürtelrose (Herpes Zoster) 

Alles Wissenswerte zu Gürtelrose finden Sie unter guertelrose-wissen.de

Meningokokken-Erkrankungen

Verständlich aufbereitete Informationen zu Meningitis bekommen Sie auf meningitis-bewegt.de

RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus)

Wichtige Informationen zu RSV finden Sie unter rsv-schutz.de

Impfen allgemein

Fundiertes Wissen rund um Impfungen erhalten Sie auf impfen.de/wissenswelt

6 | Welche Therapien gibt es bei HIV?

Eine HIV‑Infektion ist heute in der Regel gut behandelbar. Dank moderner Medizin stehen Therapieoptionen zur Verfügung, mit denen das Virus dauerhaft kontrolliert werden kann. Ziel der Behandlung ist es, die Virusvermehrung zu unterdrücken, das Immunsystem zu stärken und die Lebensqualität langfristig zu erhalten.

Grundlage der Behandlung ist die antiretrovirale Therapie (ART). Sie kombiniert Medikamente, die an verschiedenen Stellen im Vermehrungszyklus des Virus wirken. Bei konsequenter Anwendung kann die Viruslast unter die Nachweisgrenze gesenkt werden. Bei nicht nachweisbarer Viruslast, kann HIV auch bei ungeschützem Sex nicht mehr auf andere Menschen übertragen werden. Menschen mit erfolgreicher Therapie können auch mit HIV ein gutes gesundes Leben mit normaler Lebenserwartung führen.

Neue HIV‑Therapien aus klinischer Forschung



Klinische Forschung hilft, neue HIV‑Therapien zu entwickeln und bestehende Behandlungsoptionen weiter zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen Ansätze, die den Alltag von Menschen mit HIV erleichtern können.

Untersucht werden zum Beispiel:

  • neue Wirkstoffe und Wirkmechanismen
  • langwirksame Therapien, die nicht täglich eingenommen werden müssen
  • Behandlungsformen mit guter Verträglichkeit

Ziel ist es, die HIV‑Behandlung langfristig wirksam und alltagstauglich zu gestalten. Damit trägt die klinische Forschung den individuellen Lebensumständen, Wünschen nach einer besseren Lebensqualität und einer patientenfreundlicheren Einnahme Rechnung. Auch Themen wie Therapiezufriedenheit und Alltagstauglichkeit gewinnen zunehmend an Bedeutung, wenn neue klinische Studien zu HIV aufgesetzt werden.

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